Vom Puppentheater im Prenzlauer Berg der frühen 1980er über Videokunst und Filmpostproduktion bis zur medialen Interpretation von Literatur — ein Werk über fünf Jahrzehnte.
Autobiographisches Stück der Gruppe Zinnober. Spiel: Gabriele Hänel. Inszenierung und Bühnenbild: Dieter Kraft und Steffen Reck. Film: Steffen Reck. Fotos: Jochen Wermann.
Die Inszenierung wurde nur wenige Male aufgeführt, bevor die neu eröffnete Spielstätte am Kollwitzplatz von den DDR-Behörden geschlossen wurde. Aussage eines Funktionärs des Theaterverbandes: „Das Stück können sie mit Erfolg auf jedem internationalen Festival spielen — nur nicht hier."
Puppenspiel, Freiluft-Inszenierung in Pfaffroda / Dresden-Kleinzschachwitz. Regie, Ausstattung, Spiel: Steffen Reck.
Puppenspiel von J. W. v. Goethe. Aufführung zur Finissage der Ausstellung „Malerei – Zeichnungen – Collagen" von Jürgen Böttcher (Strawalde), 28. Mai 1978 im Leonhardi-Museum Dresden. Inszenierung: Steffen Reck. Musik: Ralf Winkler (A. R. Penck). Die Bühne bestand aus schwarzem Theatersamt vor den Ausstellungsbildern Strawaldes; das im Bühnenbild hängende Gemälde wurde während der Aufführung vom Künstler selbst gemalt. Puppen und Bühne sind verschollen.
Fotos: Henry Schumann (freundlich zur Verfügung gestellt von Martin Koenitz, Leipzig, der den Nachlass verwaltet) sowie Eva Backofen.
Studioinszenierung am Staatlichen Puppentheater Neubrandenburg. Regie, Ausstattung: Steffen Reck. Spiel: Werner Hennrich, Günther Lindner. Fotos: Bernd Scholze.
Diplominszenierung an der Hochschule für Schauspielkunst Berlin, FB Figurentheater. Dozent: Jochen Menzel. Ausstattung: Steffen Reck.
Buch und Regie: Steffen Reck. Kamera: Wolfgang Lindig. Ton: Werner Philipp. Schnitt: Heidrun Sünderhauf. Musik: Ibrahim Tatlises, Alexandrowensemble, Friedrich Silcher. Produktion im Auftrag des Südwestfunk Baden-Baden, in Organisation mit dem VEB DEFA Studio für Trickfilme Dresden. Fotos vom Dreh: Jochen Wermann.
Gedreht 1990 in Radebeul, Dresden-Loschwitz und der Sächsischen Schweiz, während der Umbruchszeit der Wende — ein Drehbuch war vorhanden, wurde aber im Prozess verlassen, die Krise der Zeit selbst zum Thema gemacht. Nach der Kürzung durch die Redaktion blieb eine Collage aus persönlichen Traum- und Dokumentarbildern. 2022 lief der Film beim 34. Filmfest Dresden in der von Dr. Claus Löser kuratierten Retrospektive „Umbrüche. Regieporträt Steffen Reck"; 2023 wurde er im Rahmen der „Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen" digitalisiert (SLUB Dresden / Filmverband Sachsen).
Faltbootreisen 1985/86 auf der Elbe von Dresden bis Wittenberge, ein Jahr später von der Quelle in der ČSSR bis Mělník (dort Abbruch nach einem Unfall in einer Schleuse). Aus den entstandenen Fotos, Gedichten und Notizen entstand eine Ausstellung im Atelier Sredzkistraße bei Volker Henze, Dezember 1985.
Spiel: Steffen Reck.
Archivfotos zur frühen Gruppe Zinnober — u.a. zu „Wie's der Alte macht, ist's immer recht" (nach H. Ch. Andersen) und „traum haft".
Kasperstück der Gruppe Zinnober. Regie: Steffen Reck. Ausstattung: Christian Werdin. Spiel: Gabriele Hänel, Hans Krüger. Dramaturgie: Dieter Kraft. Premiere am 23. März 1982 im „Johannes-R.-Becher-Club" Berlin.
Das Stück machte Zinnober als subversive Theatergruppe erst in der DDR, später auch international bekannt und wurde beim 3. Puppentheaterfestival Magdeburg 1982 mit einem eigens erfundenen Förderpreis bedacht — eine offizielle Anerkennung, die die Gruppe zugleich in der Illegalität hielt. Gespielt bis 1989, auch in Holland und Westdeutschland. Die Bühne war Teil der Ausstellung „Boheme und Diktatur in der DDR" (1997) und wurde von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden angekauft; sie ist heute Bestandteil der Dauerausstellung im Puppentheatermuseum im Kraftwerk Dresden. Mehr bei den SKD →
Zusätzlich archiviert: die vollständigen Textseiten des Stücks (001–006, als Fotos der Original-Manuskriptseiten).
Zeichnungen und Videoarbeiten, Ausstellung im Atelier Dresdener Straße, 17./18.05.2008. Die Installation verband 8 Tuschezeichnungen („Köpfe", angeregt durch Gesichter von Patienten) mit drei Video-Loops auf getrennten Monitoren und Beamer — „Blüten gespiegelt", „Leuchtstoffröhren" und „Schüssel" — deren Sounds sich im Raum ständig neu überlagerten. Thematischer Ausgangspunkt war ein Klinikaufenthalt.
Regie: Gamma Bak und Steffen Reck. Videomontage, Bildbearbeitung, Video-Postproduktion: Steffen Reck. Gefördert durch die DEFA-Stiftung.
Der Essayfilm führt in die 1980er-Jahre, in den Vorabend des Mauerfalls und die oppositionelle Subkultur in Ost-Berlin, Prenzlauer Berg — die Geschichte einer Flucht aus der DDR 1988 und einer Beziehung zwischen Ost und West trotz der Mauer. Uraufführung 2014 beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (Deutscher Wettbewerb), danach beim Verzio-Filmfestival Budapest (2015) und beim International Human Rights Film Festival Albania (2015). (nach Axel Besteher)
Szenenstudium an der HfS „Ernst Busch" Berlin, FB Puppenspiel. Ausstattung und Regie: Steffen Reck. Abgebildet u.a. eine Stabfigur von Steffen Reck (Foto: J. Wermann).
Fotos, Texte, Videos und Zeichnungen. Ausgangspunkt war die Sichtung älterer Festplatten-Archive zu abstrakten Arbeiten vor 2008: Untersuchungen zu Interferenzfarben, Netzstrukturen und Moiré-Effekten auf Kathodenstrahlröhren-Monitoren, mit Bezug zur Op-Art-Forschung von Gerald Oster. Bereits um 1994 entstanden dazu programmierte Bildschirmgrafiken (Basic auf Amiga-OS).
Katalogseite zur Ausstellung, kuratiert von Christoph Tannert und Eugen Blume, mit Textbeitrag von Steffen Reck.
Puppenspiel, Regie/Ausstattung/Spiel: Steffen Reck.
Film von Steffen Reck, mit einem Text von Denise Richardt, interpretiert von Ulrike Moneke. Mit Elisabeth Reck, Adam Pofi, Annette Küster, Denise Richardt, Hendrik Mannes. Bildgestaltung: Akiko Watanabe. Filmmusik: Hans Herbertson. Tongestaltung: Stephanie Rieper. Gefördert durch die Käthe-Dorsch-und-Agnes-Straub-Stiftung, Kino in der Brotfabrik (Dr. Claus Löser).
Premiere 01.03.2019, Kino in der Brotfabrik. Buch, Regie, Schnitt, Produktion: Steffen Reck. Mitwirkende: Elisabeth Reck, Herbert Reck, Rolf Reck, Simone Reck u.a. Konzeptionelle Beratung: Denise Richardt. Dramaturgische Beratung: Axel Besteher, Hendrik Mannes. Gefördert durch die Käthe-Dorsch-und-Agnes-Straub-Stiftung.
Drei Ebenen verbinden sich: Erkundungsreisen an Kriegsschauplätze in Litauen und Tschechien, überlieferte Feldpostbriefe und Fotografien, sowie Gespräche mit Tochter und Bruder. Der Film montiert diese Zeitschichten übereinander und wird so auch zur Reflexion über den Prozess des Erinnerns selbst. (Axel Besteher, 2018)
Ein Steffen-Reck-Film, Erkner-Studios / reckweb-Produktion. Mit Adam Pofi, Denise Richardt, Ulrike Moneke, Sabine Zucker, Axel Besteher, Hendrik Mannes, Paul Geiger. Musik: Matt Furniss. Produktionsmitarbeit: Alex Demetriou, Nino Perrozzi.
Premiere am 19. August 1993, Theater am Halleschen Ufer. Regie/Raum/Puppen: Steffen Reck. Musikalische Beratung: Ute Kremke. Licht: Markus Keusch. Es spielten Kristin Maria Derfler, Tomoko Germar, Beatrix „Trixi" Günther, Eva Herberg, Frauke F. Jacobi. Entstanden während einer Gastdozentur an der HfS „Ernst Busch" Berlin, FB Puppenspiel — vom Szenenstudium (u.a. mit einem per Amiga animierten Monitor als agierende Figur) zur vollen Inszenierung erweitert.
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